Der Luxemburgische Jakobsweg

 

Allgemeines
Eines der Ziele der « Frënn vum Camino de Santiago de Compostela » ist die Beschreibung und Aussschilderung eines Jakobsweges quer durch  Luxemburg. Dieser Weg ist an das Netz das die Nachbarsvereinigungen aufgebaut haben, angebunden.
Die Pilger  bewegten sich im Mittelalter auf den bestehenden Verkehrswegen , den Römerstrassen , sowie längs Wasserläufen.
Bei der Auswahl des Pilgerweges sind die „Frënn vum Camino“ einen Kompromiss  von Vergangenheit und Gegenwart eingegangen. Der Weg ist praktisch und authentisch zugleich. Dort wo  der Jakobskult in Luxemburg gepflegt wurde führt der Weg vorbei. Als Beispiel seien genannt, Münschecker, Roodt/Syr, der Jakobsberg bei Berburg,.. In den Weg angebunden wurden auch  bekannte Pilgerstätten wie das Grab des heiligen Willibrordus in Echternach oder die erst in der Neuzeit entstandenen  Wallfahrtsorte wie z.b. die Kathedrale von Luxemburg.
Da der Weg von neuzeitlichen Pilgern benutzt wird, berücksichtigt er auch die heutigen Verpflegungs- und Unterkunftsmöglichkeiten.
Der Unterhalt des Weges ist dadurch gesichert  dass er,  im Rahmen der erwähnten Voraussetzungen, bereits  bestehende und von lokalen Tourismus–Organisationen unterhaltene Wanderwege benutzt.


Verlauf des Weges
Von der Dreiländerecke in Ouren/Lieler  führt der Weg längs der Our bis nach Vianden und weiter nach Echternach. Ab Echternach geht es weiter über Grevenmacher bis zur Stadt Luxemburg. Die folgenden Etappen führen den Pilger von Luxemburg über Düdelingen bis nach Schengen.


Echternach : Basilika mit dem Grab des heiligen Willibrord.

Jakobsberg   : Überreste einer Klause.  Auf dem  „Jokesbierg“  fand  am 25. Juli ein Markt statt, der aber am 23.7.1799 abgeschafft wurde.


Münschecker : In der Kirche wird der Heilige verehrt, neben dem Gotteshaus sprudelt der Jakobsbrunnen.


Grevenmacher :Bei Ausgrabungen wurden neben den Gebeinen eines Verstorbenen eine Jakobsmuschel gefunden.

Roodt/Syr : Die einzige Pfarrkirche Luxemburgs die  Reliquien des heiligen Jakobus besitzt.


Luxemburg : Die Landeshauptstadt beherbergt 2 Wallfahrtskirchen. In der Kathedrale  wird die Muttergottes unter dem Titel „Trösterin der Betrübten“ verehrt. In Stadtgrund finden während der Fastenzeit Wallfahrten zur „Schwarzen Notmuttergottes“ statt.


Düdelingen: Auf dem „Gehansbierg“ war eine Burg die dem Johanniter-Orden gehörte. Zur Kapelle fanden Wallfahrten statt.


Schengen : In dieser Moselortschaft am  deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck wurden die Schengener Verträge unterzeichnet, die den schrankenlosen Güter- und Personenverkehr in Europa ermöglichten.

Nach dem Ueberqueren der Moselbrücke in Schengen verlässt der Luxemburgische Weg das Land und trifft auf den Weg der von Trier nach Metz führt.

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Der Verlauf des Weges ist durchgehend mit dem bekannten Muschelsymbol gekennzeichnet.  

Der Weg wird in einer 24 seitigen illustrierten Brochure beschrieben,  die bei den „Frënn vum Camino de Santiago de Compostela „ erhältlich ist. Die bestehende Ausgabe ist aber vergriffen, und eine Neuausgabe ist in Arbeit.